Setz dich aufrecht hin, Krone nach oben, Schultern weich. Atme vier Sekunden ein und beginne im sechssekündigen Ausatmen eine kleine Nickwelle, als würdest du Ja sagen, nur in winziger Amplitude. Beim nächsten Ausatmen rollst du das Kinn minimal Richtung Schlüsselbein und gleitest wieder zurück. Zwei bis drei Wellen genügen. Achte auf schmerzfreie, sanfte Beweglichkeit, Blick weich, Zunge locker. Fünf Atemzyklen später fühlt sich der Hals oft länger, die Stirn klarer an.
Füße fest, Sitzbeinhöcker geerdet. Atme ruhig ein, wachse in die Länge. Im längeren Ausatmen drehe dich minimal zur Seite, Hände am Stuhl als freundliche Orientierung, nicht als Hebel. Atme ein, kehre zurück. Wechsle Seiten, bleibe weich im Brustkorb, Kiefer entspannt. Vier bis sechs Zyklen genügen, um die mittlere Wirbelsäule geschmeidiger zu machen. Danach spürst du oft freieres Atmen, offene Schultern und überraschend frische Konzentration für die nächste Aufgabe.
Setz die Füße hüftbreit ab. Atme ein, hebe die Fersen langsam, atme aus, senke sie wie in Zeitlupe. Wechsle dann: Einatmen, Zehen hochziehen, Ausatmen, wieder abrollen. Dieser Mini-Kreis pumpt venöses Blut zurück, mobilisiert Wade und löst Restunruhe in den Beinen. Nach acht bis zehn Zyklen wirkt der Kreislauf frischer, Müdigkeit weicht. Alternativ kannst du im Stehen arbeiten und mit demselben Atemtakt eine sanfte, elastische Wadenwippe hinzufügen.
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